BEGIN:VCALENDAR VERSION:2.0 PRODID:-//5. Internationaler Kongress für Kirchenmusik | Bern 2015 | 21.-25. Oktober 2015//NONSGML Events//EN CALSCALE:GREGORIAN X-WR-CALNAME:5. Internationaler Kongress für Kirchenmusik | Bern 2015 | 21.-25. Oktober 2015 - Events X-ORIGINAL-URL:https://www.kirchenmusikkongress.ch/programm/ X-WR-CALDESC:5. Internationaler Kongress für Kirchenmusik | Bern 2015 | 21.-25. Oktober 2015 - Events BEGIN:VEVENT UID:20150625T1507Z-1435244861.5904-EO-585-1@192.168.12.51 STATUS:CONFIRMED DTSTAMP:20260725T102314Z CREATED:20150625T084431Z LAST-MODIFIED:20151024T230613Z DTSTART;TZID=Europe/Zurich:20151021T090000 DTEND;TZID=Europe/Zurich:20151024T180000 SUMMARY: Klanginstallation «Miozän Resonanz» DESCRIPTION: Miozän Resonanz Eine mehrkanalige Klanginstallation (2015) S erafin Aebli (*1994) Rolf Laureijs (*1992) Die Krypta der Kirche St. Pete r und Paul wurde und wird auch heute von verschiedenen Kirchgemeinden genut zt. So feiern z.B. die eritreisch-orthodoxe und die serbisch-orthodoxe Kirc he ihre Gottesdienste in der Krypta. Im Winter werden hier auch die Gottesd ienste der Christkatholischen Kirchgemeinde […] X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:
Miozän Resonanz
Eine
mehrkanalige Klanginstallation (2015)
Serafin Aebli<
/strong> (*1994)
Rolf Laureijs (*1992)
Die Krypta der Kirche St. Peter und Paul wurde und wird auch heute von vers
chiedenen Kirchgemeinden genutzt. So feiern z.B. die eritreisch-orthodoxe u
nd die serbisch-orthodoxe Kirche ihre Gottesdienste in der Krypta. Im Winte
r werden hier auch die Gottesdienste der Christkatholischen Kirchgemeinde B
ern abgehalten. Es gibt also eine interessante Mischung verschiedener Kultu
ren\, welche diesen Raum für ihre Gottesdienste nutzen.
Nehmen wir ei
nmal an\, alle Klänge in der Krypta der letzten 150 Jahre hätten sich mitte
ls ihrer Schallwellen in die Wände\, Böden und Gewölbe des Raums eingeschri
eben und wir fänden eine Methode\, sie wieder hörbar zu machen. Dann könnte
man eine phantastische klangarchäologische Analyse vornehmen und die alten
Gesänge\, Musiken\, Predigten\, Gespräche usw. Schicht für Schicht freileg
en.
Mit der mehrkanaligen Lautsprecher-Installation Miozän Resonanz wi
rd eine solche «klangarchäologische» Untersuchung durchgeführt. Die in Jahr
zehnten in die Wände\, Böden und Gewölbe eingeschriebenen Klangschichten we
rden vorsichtig abgetragen. Stück für Stück kommen all die alten Klänge wie
der zum Vorschein. Schleif- und Kratzgeräusche sowie leichtes Hämmern begle
iten die Klang-Archäologen\, wie sie langsam die Schichten der Wände abtrag
en\, die längst vergessenen Klänge verschiedener Kulturen und Epochen zum V
orschein bringen und erstmals gleichzeitig miteinander hörbar werden lassen
.
An verschiedenen Punkten im Raum werden Lautsprecher platziert. Durc
h die Reflexionen im Raum und die Diffusionen im Gewölbe entsteht eine spez
ielle Akustik\, so dass die Klänge in ihrer Herkunft verschleiert und schwe
r ortbar werden\, vergleichbar den einzelnen Staubschichten und Steinen in
Sedimentablagerungen der Wände\, die ihr altes Wissen wieder freigeben.
Serafin Aebli und Rolf Laureijs
Öffnungszeiten: Do 22. Oktober bis
Samstag 24. Oktober: 9.00–10.00 Uhr | 12.00–14.00 Uhr | 17.00–19.30 Uhr
Eine erweiterte Dokumentation liegt auf.
Jürg Brunner Begrüssung u nd Moderation
Hauptorgel (Goll-Wälti 2011)< /p>
Carmen Schneller Gitz Orgel
Alfred Baum
(1904–1993)
All Morgen ist ganz frisch und neu (2 Verse)
Oren Kirschenbaum (*1982)
All Morgen ist ganz frisc
h und neu
Jürg Brunner (*1946)
Concerto über Ein
heller Morgen
Tatjana von Gunten Orgel
Roman Krasnovsky (*1955)
Toccata domenicale op. 9
Michael Radulescu
(*1943)
Aus: Sieben Choräle zur Passion (1981)
3. Christus\, der
uns selig macht
5. O Traurigkeit\, O Herzeleid
Klaus Hu
ber (*1924)
In te Domine speravi (1964)
Morgendlich gestimmt beginnt das Nachmittagskonzert – mit dem Choral «All Morgen ist ganz frisch und neu » aus dem frühen 16. Jahrhundert: Johannes Zwick schrieb dazu den Text\, Jo hann Walter die Melodie. Der Komponist Alfred Baum\, über fast sechs Jahrzehnte Organist an der Kirche Neumünster und einer der wicht igsten Vertreter der Zürcher Kirchenmusik\, hat zahllose Stücke für den Got tesdienst geschaffen\, daneben auch Choralbearbeitungen wie diese. Ein aktu elles Pendant erhält sie hier im Choralvorspiel von Oren Kirschenba um. Der aus Israel stammende Organist\, dessen Familie vor den Naz is aus Deutschland fliehen musste\, war fünf Jahre an der evangelischen Kir che Zollikon tätig\, musste sie dann aber verlassen\, weil seine Arbeitsbew illigung in Zürich nicht verlängert wurde. Derzeit studiert er noch in Base l. Der Gedanke der Morgenstund‘ wird im «Concerto»von Jürg Brunner< /strong> aufgegriffen\, der sich seinerseits nun aber auf den beliebten Kan on von Willi Gohl (einem Schüler von Alfred Baum) bezieht.
Aus der Uk raine stammt der Komponist und Organist Roman Krasnovsky. Er studierte noch bei Aram Khatschaturjan in Moskau und kam dann nach Deuts chland\, um hier sein Orgelstudium zu beenden. 1990 emigrierte er nach Isra el. Seither ist er als Konzertorganist unterwegs\, in Europa\, den Vereinig ten Staaten und Japan. Erst in den 90er Jahren kehrte er wieder zur Komposi tion zurück. Sein Orgelwerk umfasst drei Sinfonien und diese Sonntagstoccat a\, Toccata domenicale\, mit denen er häufig seine Konzerte beendet. Ein ei ngängliches\, ja jahrmarkthaftes Thema wird hier auf dramatische und spiele rische Weise verarbeitet und gerät so auf überraschende Weise in ganz ander e Sphären.
Der österreichische Komponist und Organist Michae l Radulescu\, der von 1968 bis 2008 an der Wiener Musikhochschule unterrichtete\, ist ebenfalls Konzertorganist. Sieben Passionschoräle hat e r 1981 verarbeitet\, indem er jedem von ihnen einen Modus (oder mehrere) zu geordnet und die Choralmelodie so umgeformt hat. Die Komposition entspringt also modalem Denken. Der zweite Teil von «Christus\, der uns selig macht» sei als verhöhnender Tanz der Spötter Jesu vor dem Kreuz zu verstehen.
< p>Klaus Huber ist einer der international bekanntesten Sch weizer Komponisten. Durch sein politisches Engagement\, etwa für die sandin istische Revolution in Nicaragua\, sowie durch sein Studium der arabischen Musik hat er innerhalb der Neuen Musik deutlich Position bezogen. Eine sein er Wurzeln liegt jedoch\, wie oft übersehen wird\, in der reformierten Kirc henmusik. Bei Willy Burkhard\, seinem Patenonkel\, studierte er Komposition \, und in seinen ersten Werken knüpft er durchaus daran an\, wenngleich er dabei auch sofort die konfessionellen Grenzen überschreitet\, hin zur Ökume ne und zur Mystik. In diesem Zusammenhang ist auch das frühe Orgelstück «In te Domine speravi» zu sehen. In dieser Psalminvention scheint ein Gedanke auf\, der Hubers Schaffen prägt und trägt: die Hoffnung. So schrieb er einm al: «Auf Gegenwart reagierend\, wie ich es nicht anders kann\, hoffe ich\, mit meinem Werk einen bescheidenen Beitrag zu leisten gegen die fortschreit ende Verdinglichung des Menschen (samt seiner Seele...)\, zur Rettung des M enschlichen in einer Zeit\, die sich anderen Zielen verschrieben hat. – Und das im vollen Bewusstsein einer extrem brutalisierten Gegenwart\, nicht nu r in Palästina. Un autre monde est possible.» CATEGORIES:Konzert LOCATION:Kirche St. Peter und Paul GEO:46.948538;7.451908 ORGANIZER;CN="km15":MAILTO:info@macrec.ch URL;VALUE=URI:https://www.kirchenmusikkongress.ch/programm/orgelspaziergang -teil-3/ END:VEVENT BEGIN:VEVENT UID:20150331T0953Z-1427795600.9847-EO-94-1@192.168.12.51 STATUS:CONFIRMED DTSTAMP:20260725T102314Z CREATED:20150316T203944Z LAST-MODIFIED:20150805T081818Z DTSTART;TZID=Europe/Zurich:20151022T063000 DTEND;TZID=Europe/Zurich:20151022T070000 SUMMARY: Laudes DESCRIPTION: Laudes I Laudes nach christkatholischem Ritus (sogenannte Mona stische Form) Pfrn. Anne-Marie Kaufmann Liturgie Helene Ringgenberg Kanto rin Eröffnung Psalmodie: Erster Psalm (Psalm 42) Alttestamentliches Canti cum Zweiter Psalm (Psalm 150\, der grosse Lobpreis) Wortgottesdienst: Lobsp ruch Lesung Wechselgesang Hymnus Versikel Neutestamentliches Canticum (Luka s 1\, 67–80\, Lobgesang des Zacharias) Bitten Vaterunser Fürbitten Abschlus s (Die folgenden Erläuterungen […] X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:Laudes I
Laudes nach
christkatholischem Ritus
(sogenannte Monastische Form)
Pfrn. Anne-Marie Kaufmann Liturgie
Hel
ene Ringgenberg Kantorin
Eröffnung
Psa lmodie:
Erster Psalm (Psalm 42)
Alttestamentliches Cant
icum
Zweiter Psalm (Psalm 150\, der grosse Lobpreis)
Wor tgottesdienst:
Lobspruch
Lesung
Wechselgesang
Hymnus
Versikel
Neutestamentliches Canticum
(Lukas 1\, 67–
80\, Lobgesang des Zacharias)
Bitten
Vaterunser
Fürbitte
n
Abschluss
(Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf die beiden Typen der Laudes\, die in der christkatholischen Kirche gefe iert werden\, teils also auf die Laudes I vom Donnerstag\, teils auf die La udes II vom Samstag am selben Ort.)
Zu den Laudes-Gottesdiensten
Der lateinische Name «laudes» (Lobgesänge) steht für das gemeinschaftlich
e Gebet der christlichen Kirche am Morgen\; die Entsprechung für das Gebet
am Abend ist die Vesper.
Morgen und Abend haben sich schon früh als fe
ste Tageszeiten der wachsenden Gemeinden etabliert\; daneben gab es - für E
inzelne oder kleinere Gruppen - noch andere Gebetsstunden am Tag oder auch
in der Nacht. All diese Tagzeitengottesdienste sind seit langem fast nur no
ch in monastischen Gemeinschaften lebendig.
Die hier vorgestellte mon
astische «Morgengebet – Laudes» umfasst fünf Teile. Nach einer kurzen Eröff
nung bildet der Lobpreis für das Licht am Morgen das erste besondere Kennze
ichen dieser Form des Morgengebets. Ein Strophenlied spielt mit dem Gedanke
n\, dass die aufgehende Sonne ein Zeichen für Christus\, das Licht der Welt
\, ist\, dessen Kommen zu den Menschen immer neu erwartet wird.
Auf s
ie folgt das Benedictus (Lk 1\,46–55)\, das nun antiphonal\, d.h. im Wechse
l von zwei Gruppen (z.B. Frauen/Männer) gesungen und von einem Leitvers ger
ahmt wird. Kyrie\, Vaterunser\, feste oder freie Fürbitten und eine Oration
der dem Gottesdienst vorstehenden Person\, die alle nach einem einfachen K
antillationsmuster gesungen werden\, bilden als an Gott gerichtete Gebetsfo
lge gleichsam die Antwort auf die Schriftverkündigung.
Hinsichtlich de
s musikalischen Idioms werden die Laudes am Donnerstag\, 22. Oktober\, auf
die eben beschriebene Weise gesungen. Hingegen kommt am Samstag\, 24. Oktob
er um 8.00 Uhr eine 2015 entstandene Vertonung von Johannes Sonnleitner zum
Zug. Link<
/a>
Urs von Arx
Ein Workshop für Chorleitende\, Kirchenmus
iker und Kirchenmusikerinnen
Michael Gohl Dirigent\,
Musikpädagoge\, Dozent an der ZHdK\, international erfahrener Leiter von Of
fenen Singen
Wie wird ein Offenes Singen zum Erfolg für alle und scha
fft Lust auf mehr? Was für besondere Anforderungen werden an die Singleitun
g gestellt? Wo liegen die Stolpersteine? Wie geht man mit dieser besonderen
Form des gemeinsamen Musizierens um\, dieser Form jenseits von Probe und K
onzert? Welches Repertoire empfiehlt sich für eine völlig gemischte Zielgru
ppe? Welche Settings bieten sich an?
Michael Gohl gibt praktische Antw
orten auf diese Fragen im Hinblick auf das kirchenmusikalische Schaffen und
teilt seinen reichen Erfahrungsschatz\, den er in seinem Methodik- und Lie
derbuch «Sing along – singt mit!» (Edition Peters 11400) fest gehalten hat.
Im Sinn einer Reading-Session stellt er einige der rund 60 Lieder in diese
m Buch vor\, die sich für die Arbeit mit Menschen aller Altersstufen im kir
chlichen Umfeld eignen.
Sibyl Hofstetter voc\, co
mp
Rea Dubach voc\, comp
Corinne Nora
Huber voc
Marina Sobyanina voc\, comp
Stefan Bernhard tp\, comp
Hanna Marchand sax
Kristinn Smári Kristinsson git
Philippe Adam dr
Ricardo Castillo comp
Frank Sik
ora Projektleitung
Alfred Wälchli (1922–2004)
Messe
Uraufführung
Kyrie
Gloria
Cre
do I
Credo II
Sanctus I
Sanctus II
Hosanna
Agnus D
ei
Die Vertonung der Messetexte des Aargauer Sprachkünstlers und Komponisten Alfred Wälchli durch Studierende der Masterstudiengänge «Ja zz Composition & Arrangement» und «Jazz Performance» der Hochschule der Kün ste Bern ist eine mehrschichtige Herausforderung. Ein Nonett\, bestehend au s drei Sängerinnen\, zwei Bläsern und einer vierköpfigen Rhythmusgruppe\, n ähert sich der eigenwilligen\, enigmatischen Sprache und der Klanglichkeit der Texte Wälchlis mit einer Mischung aus Neugier und Verwunderung. Es ist ein transdisziplinäres Projekt\, bei dem sich Wort\, Klang und Raum\, kompo sitorische und improvisatorische Elemente\, instrumentale und elektronische Klänge zu einer Collage verbinden\, bei der Sprache zur Musik wird und Mus ik zur Sprache\, wo Klanglaut und Wortklang ineinanderfliessen. Es ist aber auch eine Auseinandersetzung mit Alfred Wälchlis musikalischem Werk. Seine Musik spricht den Jazzmusiker an. Sie ist extrem rhythmisch\, motorisch un d pulsgesteuert\, an der Grenze zwischen Tonalität und Atonalität angesiede lt\, mit einem durchaus populären touch. Dennoch ist dieses Projekt nicht a ls Rekomposition der Musik Wälchlis zu verstehen. Es geht vielmehr darum\, den Gestus\, die Radikalität und Originalität\, in die Sprache des zeitgenö ssischen Jazz zu überführen und\, unter Einbezug der räumlichen und akustis chen Möglichkeiten des Kirchenraumes\, ein eigenständiges Werk zu schaffen – als Hommage an diesen zu Lebzeiten nur wenig beachteten Künstler.
W
er war Alfred Wälchli? Er sei als Original eingeordnet – und dabei untersch
ätzt worden\, schrieb Roman Brotbeck über ihn und: «Das Werk von Alfred Wäl
chli gehört für mich zum Eigenständigsten\, Kreativsten und Wichtigsten\, w
as in der Schweiz in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden ist
. Dass Alfred Wälchli fast 80 Jahre alt werden musste\, bis er an den Solot
hurner Literaturtagen auftreten konnte\, und dass er erst an der Biennale B
ern 2003 in einem internationalen Kontext präsentiert wurde\, stellt den Ku
lturverantwortlichen dieses Landes kein gutes Zeugnis aus.»
Wälchli\,
geboren\, wohnhaft und verstorben in Zofingen\, liesse sich tatsächlich lei
cht in die Reihe zurückgezogen lebender helvetischer Originale subsummieren
\, die nicht weit über ihre Heimat hinauskommen. Zwar hat er in Zürich Klav
ier und Komposition studiert und bei Wolfgang Heinz am Schauspielhaus als R
egieassistent gearbeitet\, in seinem dichterischen und musikalischen Schaff
en ist er jedoch weitgehend Autodidakt: Auf dem Abstieg von der Alp Flix ha
tte der Elfjährige\, so erzählt Brotbeck\, einen musikalischen Einfall (ein
en symmetrischen\, über die kleine None ausgelegten Akkord)\, der ihn zeitl
ebens nicht mehr losliess und in fast jeder Komposition vorkommt. Und weil
ihm die Deutschlehrer einst sagten\, er beherrsche kein gutes Deutsch\, ent
wickelte er eine eigene Sprache\, die Dialektales und Hochsprachliches mit
antiken Wort- und Satzumstellungen vermischt. So entstand im Stillen ein ei
nzigartiges Oeuvre: Monumentaldramen vor allem und dazu korrespondierende M
usikstücke. «In seinen fast unspielbaren Kompositionen notiert Wälchli kein
e Takte\, keine Phrasierungen und keine Dynamik. Alles sollte elastisch und
variabel bleiben\, und die oft extrem schnellen Bewegungsketten verklungel
n sich ineinander. Die Musik ist tonal und hat doch nie tonale Wirkung\; di
e Harmonien sind völlig neu und erinnern an die gläserne Klarheit von Messi
aens Harmonik. Charles Ives kann manchmal so klingen oder der ebenfalls zie
mlich unbekannte Kaikhosru Sorabji. Den Kompositionen und Texten von Alfred
Wälchli fehlt jede Form von Klischee oder von Pathos. Im Leben wie im Scha
ffen ist Wälchli von entwaffnender Ehrlichkeit.»
Abendkasse e ine halbe Stunde vor Konzertbeginn: CHF 30.–/15.–
CATEGORIES:Konzert,Urauffuehrung LOCATION:Kirche St. Peter und Paul GEO:46.948538;7.451908 ORGANIZER;CN="km15":MAILTO:info@macrec.ch URL;VALUE=URI:https://www.kirchenmusikkongress.ch/programm/nachtkonzert-2/ END:VEVENT BEGIN:VEVENT UID:20150331T0953Z-1427795601.0024-EO-109-1@192.168.12.51 STATUS:CONFIRMED DTSTAMP:20260725T102314Z CREATED:20150316T205938Z LAST-MODIFIED:20150803T131303Z DTSTART;TZID=Europe/Zurich:20151024T080000 DTEND;TZID=Europe/Zurich:20151024T083000 SUMMARY: Laudes DESCRIPTION: Laudes II Die Morgenandacht nach christkatholischem Ritus erkl ingt in einer Neuvertonung von Johann Sonnleitner. Christkatholischer Kir chenchor Bern Anna Barbara Dütschler Bratsche Johann Sonnleitner Orgel Hele ne Ringgenberg Leitung Laudes II (sog. Kathedralritus) Johann Sonnleitner (*1941) Uraufführung Eröffnung Gesang zum Anbruch des Tages Morgenpsalm (P salm 63) Lobpsalm (Psalm 103) Wortgottesdienst: Lesung (in der Regel Evange lium […] X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:Laudes II
Die Morgen
andacht nach christkatholischem Ritus erklingt in einer Neuvertonung von Jo
hann Sonnleitner.
Christkatholischer Kirchenchor Ber
n
Anna Barbara Dütschler Bratsche
Helene Ringgenberg Leitung
Laudes II (sog. Kathedralritus) p>
Johann Sonnleitner (*1941)
Uraufführung
Er öffnung
Gesang zum Anbruch des Tages
Morgenpsalm (Psalm 63)
Lobpsalm (Psalm 103)
Wortgottesdienst:
Lesung
(in der Regel Evangelium der Auferstehung)
Halleluja
Neute
stamentliches Canticum
(Lobgesang des Zacharias)
Bitten
Vat
erunser
Fürbitten
Wasserritus (Heiligung des Tagwerkes)
Glor
ia
Abschluss
Eine neue Laudes-Vertonung in erwe
iterter Tonalität
Der Morgengottesdienst\, auch Laudes genann
t\, wird in der christkatholischen Kirche in zwei unterschiedlichen Formen
gefeiert. Die erste Form ist deutlich von Traditionen des Mönchtums geprägt
\, was sich vor allem an der starken Verwendung biblischer Psalmen und am e
inheitlich gregorianischen Stil zeigt\, d. h. die Melodien werden einstimmi
g\, in freiem Rhythmus und mit einer Melodiebildung gemäss den sogenannten
Kirchentonarten gesungen. Solche Melodien strahlen eine «lilienhafte Reinhe
it» und Objektivität aus. Das hat seinen Grund im verwendeten Tonsystem. Di
eses besteht aus einer Kette von reinen Quinten\, was der Melodik einen sch
webenden\, strebenden Charakter mit wenig «Erdung» verleiht.
Die zweit
e Form der Laudes lehnt sich ein Stück weit an die frühchristlichen Gemeind
egottesdienste unter der Leitung des Bischofs an. Im Blick auf das Sonnenli
cht des angebrochenen Tages wird Gott als der Schöpfer des Lichtes gepriese
n. Diese zweite Form ist auch geprägt durch so sinnfällige Handlungen wie e
inen Wasserritus zur Aufnahme der täglichen Arbeit. Dieser folgt dem Wortgo
ttesdienst mit Evangelien-Lesung von der Auferstehung Christi und dem Glori
a. Im Gegensatz zur einstimmigen mittelalterlichen Form kommt die zweite Fo
rm in verschiedenen\, der Zeit angepassten Stilen vor.
Je näher nämli
ch die Menschen an die Neuzeit heranrückten\, desto mehr entwickelten sie e
inen Sinn für das Intervall der Terz – und damit verbunden ein Gefühl und B
edürfnis nach Dreiklängen und Harmonien. Das gibt der Musik mehr «Erdung» u
nd menschliche Wärme.
Der Blick in die Musikgeschichte und Musikethnol
ogie zeigt: Mit dem Wandel des Bewusstsein und des Lebensgefühls ändert sic
h auch das jeweilige Tonsystem der Menschen. Der sich in unserer Zeit anbah
nende Bewusstseinswandel vieler Menschen bringt ein neues differenzierteres
Tonempfinden mit sich. Die Frage ist: Welches Tonsystem entspricht unserem
sich wandelnden Bewusstsein? Welche Töne entsprechen unserem sich veränder
nden Verhältnis zur Natur?
In dieser Situation hilft eine Beschäftigu
ng mit Tönen\, die in der Naturtonreihe\, dieser wahren «Schatztruhe der Na
tur» aufbewahrt sind. In der uralten Schweizer Alphornmusik leben gewisse I
ntervalle\, die in der Kunstmusik tabu sind: z.B. das Alphorn-Fa und die Na
tur-Septim. Sie liegen ausserhalb unseres herkömmlichen Tonsystems. Durch d
ie behutsame Einbeziehung solcher zunächst ungewohnter Zwischentöne erfährt
unsere Tonwelt eine Belebung\, seelische Bereicherung und Vertiefung. Solc
he «Musik in erweiterter Tonalität» kann auch von sogenannt einfachen Musik
liebhabern gut nachvollzogen werden. Sie brauchen dazu keinerlei musikalisc
he Fachbildung\, sondern nur ein offenes Ohr und Herz. So kann vielleicht m
it dem Anbruch eines neuen Tages mit den uralt-neuen Intervallqualitäten au
ch in unserem Inneren ein neues Licht aufleuchten.
Mit der Neu-Verton
ung der Laudes in erweiterter Tonalität für Gemeindechor\, Viola und Orgel
wird die Reihe bereits vorhandener Auftrags-Kompositionen für die Christkat
holische Kirche fortgesetzt. Bisher liegen u.a. vor: die Vesper «An der Sch
welle des Abends»\, ein «Magnificat»\, ein «Lichtgesang» und eine Passionsm
usik «Die sieben Worte des Gekreuzigten».
Johann Sonnleitner
(Z um Ablauf der Laudes und diversen Texten vgl. Laudes in der Kirche St. Pete r und Paul\, Donnerstag um 6.30 Uhr Link. Zur Mikrotonalität vgl. jene von Donnersta g\, in der Christengemeinschaft Link).
CATEGORIES:Gottesdienst LOCATION:Kirche St. Peter und Paul GEO:46.948538;7.451908 ORGANIZER;CN="km15":MAILTO:info@macrec.ch URL;VALUE=URI:https://www.kirchenmusikkongress.ch/programm/laudes-9/ END:VEVENT BEGIN:VTIMEZONE TZID:Europe/Zurich BEGIN:DAYLIGHT TZOFFSETFROM:+0200 TZOFFSETTO:+0200 DTSTART:20150421T190000 TZNAME:CEST END:DAYLIGHT END:VTIMEZONE END:VCALENDAR