BEGIN:VCALENDAR VERSION:2.0 PRODID:-//5. Internationaler Kongress für Kirchenmusik | Bern 2015 | 21.-25. Oktober 2015//NONSGML Events//EN CALSCALE:GREGORIAN X-WR-CALNAME:5. Internationaler Kongress für Kirchenmusik | Bern 2015 | 21.-25. Oktober 2015 - Events X-ORIGINAL-URL:https://www.kirchenmusikkongress.ch/programm/ X-WR-CALDESC:5. Internationaler Kongress für Kirchenmusik | Bern 2015 | 21.-25. Oktober 2015 - Events BEGIN:VEVENT UID:20150331T0953Z-1427795587.1979-EO-96-1@192.168.12.51 STATUS:CONFIRMED DTSTAMP:20260725T102319Z CREATED:20150316T204256Z LAST-MODIFIED:20150718T140045Z DTSTART;TZID=Europe/Zurich:20151022T080000 DTEND;TZID=Europe/Zurich:20151022T083000 SUMMARY: Laudes DESCRIPTION: Meret Roth Sopran Johann Sonnleitner Viertelton-Orgel Heiner Ruland (*1934) Das Hohenfrieder Orgelheft (1985) Sieben kleine Übe-und Spi elstücke zu den Wochentagen für die Viertelton-Orgel Johann Sonnleitner (*1 941) Psalm 121: Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen (2009) für hohe Sing stimme und Viertelton-Orgel Im Rahmen der Laudes wird die von Peter Kraul 2008 gebaute […] X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:
Meret Roth SopranJohann Sonnleitner Viertelton-Orgel
Heiner Ruland (*1934)
Das Hohenfrieder Orgelheft (1985)Sieben kleine Übe-und Spielstücke zu den Wochentagen für die Viertelton
-Orgel
Johann Sonnleitner (*1941)
Psalm 121: Ic
h hebe meine Augen auf zu den Bergen (2009)
für hohe Singstimme und Vi
ertelton-Orgel
Im Rahmen der Laudes wird die von Peter Kraul 2008 gebaute Viertelton-Orgel mit Musik in erweiterter Tonalität vorgestell t. Der Orgelbauer aus Herdwangen-Schönach hat sich seit langem schon auf sp eziell gestimmte Orgeln spezialisiert. Sie ist konzipiert als «Manualwerk» mit Teilung in Bass- und Diskantwerk. Der Spieltisch ist zwischen der Werke n. Das Manual reicht von FF bis f3 – mit geteilten Schleifen bei f/fis. Das erweiterte Tonsystem reicht von a bis c3.
Die Disposition:
Man
ual: Prinzipal 8’\, Salizional 8’\, Gedackt 8’\, Samthorn 8’\, Rohrflöte 4’
\, Oktave 4’\, Quinte 2 2/3\, Oktavin 2’\, Larigot 1 1/3\, Mixtur
Peda
l: Subbass 16’\, Oktavbass 8’\, Choralbass 4’ (Transmissionen aus Gedackt\,
Prinzipal\, Oktave und Oktavin)
Koppel: Man.8’/Ped.\, Man.16’/Ped.\,
eine mechanische Setzerkombination\, Winddruckregulierung.
Die
Mit erweiterter Tonali
tät ist die Einbeziehung von Intervallen aus der Naturtonreihe (Obertonreih
e) und ihrer Spiegelform («Untertonreihe») gemeint. Es handelt sich um die
Naturseptime 4/7\, die Naturquart (Alphorn-Fa) 8/11 und der Natursext 8/13\
, wie sie in der «Alphornskala» vorkommen und um deren gespiegelte Formen\,
die aus der Volksmusik Südosteuropas bekannt sind. Diese Intervalle erklin
gen allerdings nicht in mathematisch exakter Naturreinheit\, sondern in ein
er sanft temperierten Intonation. Analog zum üblichen temperierten Quintenz
irkel wird ein Zirkel aus minimal temperierten 24 Naturquarten 8/11 gestimm
t\, der das Spiel der Naturtonskalen in allen Tonarten sowie die enharmonis
che Umwandlung aller Töne erlaubt. Die Zwischentasten für das erweiterte To
nsystem sind über einen Fusstritt einschaltbar.
Bei «erweiterter Tona
lität» handelt es sich\, wie ihre Vertreter betonen\, nicht um eine «Vierte
ltonmusik». (vgl. http://www.erweiterte-tonalitaet.ch) Bei mikrotonalen Bestrebungen
\, bei denen der Halbton in Viertel-\, Fünftel-\, Sechstel-oder Zwölfteltön
e aufgesplittert wird\, wird die Erweiterung des Tonsystems als gesteigerte
Expressivität verstanden\, bei der Musik in erweiterter Tonalität geht es
um das objektive Erlauschen von Urintervallen\, die einerseits in der Geset
zmässigkeit der physikalischen Naturtonreihe veranlagt sind\, andererseits
das Geheimnis der seelisch-geistigen Entwicklung des Menschen in sich berge
n. Dazu scheint es ein Widerspruch zu sein\, die Klaviatur auf einer Vierte
lton-Orgel in 24 Vierteltontasten pro Oktave zu unterteilen. In der Praxis
jedoch hat sich diese Aufteilung bewährt: als ein «Raster»\, der fein genug
ist\, einerseits die Intervallqualitäten (Naturquart\, -sext und -septim)
auch in sanft temperierter Form zu erkennen und andererseits auch enharmoni
sch verwandelbar zu machen.
Im Rahmen der Laudes erklingt «Das Hohenfr
ieder Orgelheft»\, eine 1985 für die Viertelton-Orgel komponierte Sammlung
von sieben kleinen Übe-und Spielstücken zu den Wochentagen. Der deutsche Ko
mponist\, Musikpädagoge und Musiktherapeut Heiner Ruland\, einer der Protag
onisten der erweiterten Tonalität\, hat ausgehend von den Forschungen Kathl
een Schlesingers und den Anregungen Rudolf Steiners eine intensive musikali
sch-anthroposophische Forschungsarbeit entfaltet. In seinem Hauptwerk «Ein
Weg zur Erweiterung des Tonerlebens. Musikalische Tonkunde am Monochord» (1
981) strebte er an\, einen Leitfaden durch den Wirrwarr des tonsystemlichen
Chaos zu geben.
Die sieben Stücke sind den sieben alten astrologisch
en Planeten zugeordnet und vom Charakter her klar umrissen:
Sonntag
Sonne strahlend\, froh
Montag Mond t
räumend\, raunend
Dienstag Mars zupackend\, eigenwil
lig
Mittwoch Merkur beflügelt\, leuchtend
Donnerstag
Jupiter gemessen\, schreitend
Freitag Venus
wiegend\, singend
Samstag Saturn lastend\, zögernd
Johann Sonnleitner\, der sich ebenfalls intensiv mit erweiterter Tonalit ät beschäftigt\, komponierte seine Psalmvertonung «Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen» 2009 für hohe Singstimme und Viertelton-Orgel. (Vgl. auch d en Text zu den Laudes an St. Peter und Paul am Samstag\, 24. Oktober\, 8 Uh r) Link .
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